Chirotherapie

Manuelle Medizin zur Behandlung von Funktionsstörungen

Die Chirotherapie (auch manuelle Medizin genannt) ist ein Verfahren zur Diagnostik und Therapie reversibler Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Dabei werden spezielle Handgriffe angewandt, um Blockierungen (funktionelle Einnschränkung der Gelenkbeweglichkeit) zu lösen.

Was ist eine Blockierung?

Eine Blockierung ist eine Funktionsstörung eines Gelenkes, bei der die normale Beweglichkeit in einer oder mehreren Richtungen eingeschränkt ist. Blockierungen können an allen Gelenken des Körpers auftreten, besonders häufig jedoch an der Wirbelsäule. Sie können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, wie z.B. falsche Belastungen, plötzliche Bewegungen, Stress oder Fehlhaltungen.

Die Blockierung ist definitionsgemäß die einzige Indikation zu chirotherapeutischer Behandlung, wobei verschiedene Techniken zum Lösen einer Blockade angewandt werden.

Behandlungstechniken der Chirotherapie

  1. Weichteiltechniken
    Hierzu zählen Massagen, Dehnungen und Entspannungstechniken, die vor der eigentlichen Manipulation angewandt werden, um die Muskulatur zu lockern und auf die Behandlung vorzubereiten.
  2. Mobilisationstechniken
    Hierbei werden die Gelenke langsam und rhythmisch bis an ihre physiologische Bewegungsgrenze geführt, um die Beweglichkeit zu verbessern.
  3. Manipulationstechniken
    Diese Techniken umfassen den eigentlichen chirotherapeutischen Impuls, der die Blockade lu00f6st. Dabei wird nach vorheriger Entspannung und Positionierung ein kurzer, schneller und präziser Impuls auf das blockierte Gelenk ausgeführt.
Chirotherapeutische Behandlung zur Korrektur von Gelenkblockaden - Manuelle Therapie bei muskulären Störungen und Dysbalancen der Wirbelsäule und Gelenke

Muskuläre Störungen und muskuläre Dysbalancen

Anwendungsgebiete der Chirotherapie

Die Chirotherapie wird hauptsächlich bei folgenden Beschwerden eingesetzt:

  • Rückenschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Kopfschmerzen, die von der Halswirbelsäule ausgehen
  • Schulterschmerzen
  • Funktionssötungen der Extremitätengelenke
  • Blockierungen des Iliosakralgelenks (Kreuz-Darmbein-Gelenk)

Mu00f6gliche Behandlungsfolgen

Als unangenehme Behandlungsfolgen können vorrübergehend auftreten:

  • Muskelkaterähnliche Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich
  • Gelegentlich leichte Beschwerden in den behandelten Wirbelgelenken und in der Haut
  • Selten auch vorrübergehend leichter Schwindel und Kreislaufprobleme

Liebe Patientinnen, liebe Patienten!

Bitte beachten Sie, dass diese Information nur einen ersten Überblick über die gesamte Thematik geben und das Gespräch mit dem Arzt keinesfalls ersetzen kann. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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